Projektübersicht
Dieses Projekt ist ein umfassender Naturstein-Auftrag für eine große luxuriöse Wohnvilla. Stein wurde von Anfang an als primäre Gestaltungssprache betrachtet – nicht als Oberflächenveredelung, die am Ende angebracht wird – wobei eine einzige Materialfamilie vom Eingangstor durch die Innenräume bis hin zum Garten und zum Pool reicht.
Kalkstein, Marmor und Granit werden in sechs unterschiedlichen Anwendungsbereichen eingesetzt. Jeder Bereich wurde im Verhältnis zu den anderen gestaltet, sodass das Anwesen als einheitliche Komposition und nicht als Sammlung einzelner Räume und Bereiche wirkt.
01 Kalkstein-Fassadenverkleidung
Die Außenwände der Villa sind mit großformatigen kalksteinplatten mittels eines Trockenmontagesystems verkleidet. Der Stein wurde aufgrund seines warmen cremefarbenen Tons, seiner feinen Kornstruktur und seiner hervorragenden Witterungsbeständigkeit ausgewählt – Eigenschaften, die sich über alle Jahreszeiten hinweg gut behaupten und nur geringe Wartungsanforderungen stellen.
Die klassische europäische Architekturensprache des Gebäudes – korinthische Pilaster, gewölbte Kolonnaden und dekorative Balustraden – ist vollständig in derselben Steinfamilie wie die Wandverkleidung ausgeführt. Diese Materialkontinuität verleiht der Fassade ihre monolithische, handwerklich gefertigte Qualität statt dem zusammengesetzten Eindruck gemischter Oberflächen.
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02 Geometrisch gemusterte Einfahrtspflasterung
Die Einfahrt ist eines der optisch markantesten Elemente des Projekts. Zwei kontrastierende Steinsorten – ein warmes, cremefarbenes Kalkstein und ein dunkler, kohleschwarzer Granit – wurden mittels Wasserstrahl geschnitten und in einem großformatigen Diamant-Muster eingelassen, das sich über die gesamte Länge der Zufahrt von den Torpfosten bis zu den Stufen des Eingangsportikus erstreckt.
Das Muster wurde ausgehend von der Mittellinie nach außen konstruiert, sodass es an beiden Enden symmetrisch abschließt, ohne Abschneidungen oder Fehlausrichtungen. Die Eingangsstufen sowie die Sockel der Torpfosten sind mit denselben beiden Materialien verkleidet, wodurch die gesamte Zufahrt als eine einheitliche Komposition wirkt.

03 Poolumrandung & Garten-Terrassierung
Der hintere Garten und der Poolbereich sind vollständig mit Naturstein ausgelegt. Derselbe Stein, der den inneren Säulengang belegt, verläuft nahtlos bis zur Poolebene ohne sichtbaren Übergang und löst so die Grenze zwischen innen- und außenliegendem Wohnraum auf.
Die Poolkante ist präzisionsgeschnitten mit einer abgeschrägten Kantenprofilierung; die Poolebene weist eine technisch berechnete Neigung für saubere Entwässerung auf. An beiden Enden des Pools befinden sich gewölbte Steinpavillons – mit hinterleuchteten Marmorplatten-Einlagen –, die sowohl als Sonnenschutz als auch als architektonische Blickpunkte dienen und die Gartenkomposition akzentuieren.

04 Große Marmoreinlegearbeit im Eingangsfoyer
Der Boden des Eingangsfoyers stellt die prägende innenarchitektonische Steinlösung des Projekts dar. Schwarzer Marquina-Marmor und weißer Calacatta-Marmor werden mittels Wasserstrahlschneiden zugeschnitten und von Hand zu einem durchgehenden, labyrinthartigen geometrischen Einlege-Muster verlegt, das den gesamten Saal von Wand zu Wand bedeckt.
Diese Art von Flächendeckender Einlegearbeit – im Fachjargon als Intarsienarbeit bekannt – erfordert Fugen-Toleranzen unter 1 mm, exakt kalibrierte Steinstärken sowie einen Untergrund, der speziell konstruiert ist, um jegliche Differenzialbewegung zu verhindern. Die hochglanzpolierte Oberfläche spiegelt die Decke wider und verdoppelt die wahrgenommene Raumhöhe, wodurch der Boden selbst zum architektonischen Mittelpunkt des Raums wird.

05 Hauptschlafbad – Individuelles Marmordesign
Die hauptschlafbad trägt den handwerklichen Standard des Projekts in den intimsten Raum des Hauses. Der Boden weist ein individuelles abstraktes Medaillon aus dunklem Emperador-Marmor auf, das als Einlegearbeit in einen hellen Steinuntergrund eingefügt ist, sauber eingefasst und innerhalb einer polierten dunklen Marmorumrahmung platziert.
Die Wände sind mit buchverleimtem weißem Marmor mit feiner Adernzeichnung verkleidet; die Rückwand der Waschtischplatte besteht aus einer vertikal gerillten dunklen Steinplatte, die einen texturalen Kontrast zu den glatten Oberflächen rundherum bildet. Die Farbpalette – warmes Weiß, tiefes Espresso, natürliches Holz – wird bewusst zurückhaltend gehandhabt, wobei das Bodenmedaillon die einzige expressive Geste des Raums darstellt.

Dieses Projekt zeigt, was möglich wird, wenn naturstein als Gestaltungssystem und nicht als Oberflächenbeschichtung behandelt wird. Die gleiche Materialfamilie – kALKSTEIN , marmor, granit – erstreckt sich von der Einfahrt durch jeden Raum des Hauses, und jede Entscheidung bezüglich Schnitt, Verlegung und Oberflächenbearbeitung diente dieser Kontinuität.
Das Ergebnis ist eine Immobilie, bei der Handwerkskunst unmittelbar in die Architektur selbst eingebettet ist. Der Stein schmückt das Gebäude nicht – er ist das Gebäude.
Interessiert an einem ähnlichen projekt? Wir würden das Gespräch begrüßen.